Ver.di ist für eine Ausbildungsumlage

12. Oktober 2022 von Redaktion

Die Arbeit als Taxifahrer muss endlich ein anerkannter Ausbildungsberuf werden. Die AG Taxi unterstützt deshalb die Einführung einer allgemeinen Ausbildungsumlage in Berlin.

Im Koalitionsvertrag der jetztigen R2G-Landesregierung werden zahlreiche Ausbildungsinitiativen angekündigt. Eine allgemeine Ausbildungsumlage soll nun für mehr Ausbildungsplätze und bessere Ausbildungsqualität sorgen.

Nur eine gründliche Ausbildung, die nach einer Prüfung die Tätigkeit in einem von IHK und allen anderen relevaten Einrichtungen anerkannten Beruf erlaubt, kann Beschäftigten eine angemessene Bezahlung sichern. Die Abschaffung der Ortskundprüfung für Taxi- und zuvor bereits Kranken- und Mietwagenfahrer zementiert hingegen de-facto-Löhne unterhalb der im Mindestlohngesetz geforderten Bezahlung.

Die AG Taxi unterstützt deshalb diese Initiative, die Unternehmen verpflichten soll, sich an der Verbesserung des Ausbildungsniveaus zu beteiligen. Wenn auch Taxi- und Mietwagenbtriebe zur Zahlung der Ausbildungsumlag herangezogen werden, liegt es in ihrem Interesse, ebenfalls von dieser Umlage zu profitieren. Sie müssen endlich den Weg zu immer brutaler unterbezahlter und extrem ausbeuterischer Tätigkeit verlassen und sich anstelle dessen Wettbewerbsvorteile über die Beschäftigung kompetenter Fahrerinnen und Fahrer verschaffen.

Wir unterstützen als Ver.di Vertrauensleute für das Berliner Taxi- und Mietwagengewerbe den Antrag an den Bezirksvorstand unserer Gewerkschaft.

ver.di OV Mitte-Nord

11.10.2022 - Antrag an den Bezirksvorstand

ver.di Berlin unterstützt die Einführung einer allgemeinen gesetzlichen Ausbildungsplatzumlage in Berlin. Hierbei zahlen Unternehmen in einen solidarischen Umlagetopf, aus dem Aspekte der praktischen Ausbildung finanziert werden. Die Ausbildungsumlage soll branchenspezifische Öffnungsklauseln auf Basis allgemeinverbindlicher Tarifverträge besitzen.

Ver.di wird hierzu zu Beginn 2023 eine Kampagne in Berlin organisieren und sich auch in den DGB Gremien für eine gemeinsame Kampagne einsetzen.

Die Taxi- und Mietwagenunternehmen werden sich gegen die Einführung einer Ausbildungsumlage wehren. Sie werden vorbringen, dass sie keine Angestellten mit IHK-Berufsabschlüssen beschäftigen und folglich auch nicht zu ihrer Ausbildung beitragen müssen. Das ist einerseits falsch, weil sie natürlich anerkannte Fachkräfte für ihre Betriebsorganisation, Lohn und Steuerabrechnungen benötigen. Viel wichtger ist jedoch, dass die Betriebe ohne Verbesserung der Qualität ihres Angebots nicht überleben werden. Die Branche wird entweder vollständig von skrupellosen Ausbeutern und Kriminellen übernommen werden oder durch Innovation und Beschäftigung dazu fähiger Mitarbeiter ein neues Profil für die digitalisierte Stadt von morgen finden. Aus diesem Grund führt kein Weg an der Einführung eines echten Berufs für die Lenkerinnen und Lenker aller Taxis und Mietwagen vorbei. Die vorgesehene allgemeine Ausbildungsumlage ist ein guter Schritt in diese Richtung.

Link zum Koalitionsvertrag: https://www.berlin.de/rbmskzl/regierende-buergermeisterin/senat/koalitionsvertrag/
Download bei ag-taxi.de : http://www.ag-taxi.de/IMG/pdf/r2g_koalitionsvertrag_2021_2026.pdf

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